Afrika SPECIAL

AFRIKA SPECIAL, hier auf dieser Seite moechte ich Geschichten reinschreiben, die einfach Afrika Special sind =) Solche Sachen erlebt man nicht alle Tage und deswegen moechte ich sie mit euch teilen. Ich wuensche euch einfach viel Spass beim Lesen!!!
ACh ja, diese Geschichte ist fuer mein Onkel gewidmet, der mich dazu veranlasst hat sie auf zu schreiben, weil er sie einfach so toll fand =)
Den ersten Teil kennt ihr schon vom Rundbrief, also wer es nicht nochmal lesen will faengt einfach bei … an.  Have fun!

Angefangen hat alles Mitte Dezember als meine Schwester zu Besuch nach Botswana kam. Um mit ihr auch ein bisschen rumreisen zu können habe ich mir ein paar Tage frei genommen und gleich nachdem sie hier angekommen ist haben wir uns auf die Reise nach Sambia gemacht. Als wir hier in Gaborone in den Bus eingestiegen sind ist uns schnell klar geworden, dass das wohl eine ganz besondere Fahrt werden wird. Der Bus war vollgestopft bis obenhin und die Sitze waren so eng aufeinander, dass 5 Sitze in eine Reihe passten. Der Mittelgang war voll mit Gepäck und wenn man aus dem Bus wollte um sich mal bei einer Pause die Beine zu vertreten musste man erstmal über die Gepäckberge klettern um raus zu kommen. So kamen wir nach ungefähr 12 Stunden Fahrt unversehrt und glücklich in Sambia an, wo wir in einer Backpacker Unterkunft in Livingstone (Stadt) uns erstmal ausruhten. In den 3 darauffolgenden Tagen versuchten wir so viel wie möglich mitzunehmen und wir erlebten viele wunderschöne Sachen. Das wohl atemberaubendste was wir erleben konnten waren die Victoria Fälle, die in wunderbarer Pracht riesige Wassermassen 100 Meter in die Tiefe stürzen lassen. Gottes wunderbare Schöpfung durften wir mal wieder bestaunen und auch hautnah erleben, als wir direkt an der Kannte, wo die Wassermassen in die Tiefe stürzen, ein Bad nahmen. Nach diesen 3 Tagen in Sambia gingen wir wieder zurück nach Botswana und waren im größten Nationalpark in Botswana und machten eine Safari mit Übernachtung im Park. Leider war das Wetter etwas verregnet, aber wir durften trotzdem Massen von Tieren sehen und während wir beim Campen inmitten des Parks um das Lagerfeuer saßen hörten wir die brüllenden Löwen, die sich jedoch (für die einen glücklich, für andere unglücklicherweise) langsam verzogen…

…Nach diesen vollen Tagen traten wir wieder unsere Rückreise nach Gaborone an, was sich leider dann doch nicht als so einfach Herausstellte. Als wir zur Bushaltestelle kamen war der Bus leider schon abgefahren und so setzte uns der Safarimann irgendwo aus und meinte: „Von hier werdet ihr schon was finden“. Wie sich bald herausstellte war das ganze ein Anhalterplatz, wo alle versuchten per Anhalter weiter zu kommen. Unglücklicherweise wollten alle in die gleiche Richtung wie wir. Also versuchten wir auch unser Bestes und nach kurzem Beobachten wie das hier so läuft fingen wir auch an Autos hinterher zu rennen und in Autos einzusteigen ohne eigentlich zu wissen wohin das Auto fährt. Leider hielten nur sehr wenige Autos an, die in unsere Richtung fuhren und so wurden es immer mehr Menschen, die auf ein Auto zu rannten und versuchten einzusteigen. Als dann plötzlich ein kleiner Bus auftauchte der in unsere Richtung fuhr stürmten alle Menschen zum Bus und waren glücklich ein Transportmittel gefunden zu haben und wir waren (als einzige Weisen) natürlich auch glücklich. So saßen wir also im Bus frohen Mutes, dass jetzt eigentlich alles voll gut laufen sollte, als plötzlich ein Polizeiauto hinter uns auftauchte und den ganzen Bus anhielt. Der Busfahrer und noch ein Mann stiegen aus und verhandelte mit dem Polizisten und uns wurde mehr und mehr klar, dass da irgendwas nicht so ganz passte. Als nach ungefähr 10 Minuten der Busfahrer und der Mann wieder in den Bus einstiegen unterhielten sich plötzlich alle ganz energisch und anstatt afrikanischem HipHop ertönten plötzlich christliche Lieder aus dem Radio. „Also irgendwas muss da doch faul an der ganzen Sache sein“, dachte ich mir und plötzlich sprachen die ganzen Leute über mich und meine Schwester, wobei ich nur „Lekgowa“ („Weiser“) verstand. Der Mann, der mit dem Polizisten geredet hat kam auf uns zu und fing an mit uns Englisch zu reden und uns die Lage zu erklären. Nach wenigen Minuten begriffen wir dann, dass wir uns in einem illegalen Bus befanden, der eigentlich gar keine Leute transportieren dürfte. Aber um nicht wieder zurück zu müssen handelten sie aus, dass wir die ganze Sache unter „Kirchenausflug“ laufen lassen und so dann weiterfahren können. Das erklärte auch der plötzliche Umschwung auf christliche Musik und mit unruhigem Gefühl fuhren wir weiter. Das ganze hätte ja gut laufen können, nur das Problem war, dass es ungefähr alle 100km eine Polizeikontrolle gibt, was unsere illegale Fahrt nicht gerade vereinfachte. Schlussendlich schafften wir es dann nicht ganz bis zu unserem Zielort, sondern der Busfahrer schmiss uns in einer größeren Stadt raus, weil er nicht erlaubt war weiter zu fahren. Nun war die Frage, wie geht’s weiter?? Da fiel mir ein Lied ein, dass mich in diesem Moment so sehr gestärkt hat. Ich konnte mich nur an die ersten Zeilen erinnern, aber das war genug: „God will make a way, when there seems to be no way“ oder auf Deutsch: „Gott zeigt mir den Weg, wenn ich keinen Ausweg seh“. Und auf unglaublicher Weise hat uns Gott den weiten Weg von der Nordgrenze von Botswana bis nach Gaborone im Süden geführt. Nachdem uns der illegale Bus rausgeschmissen hat liefen wir nur ein paar Meter um in den nächsten Bus einzusteigen (welcher dann legal war). Und von diesem Bus bekamen wir ohne eine Minute zu warten den letzten Bus nach Gaborone.

God will make a way!!!!

Busfahrt

Eine Antwort

3 02 2009
Anne

Dass ist ja echt krass, aber irgendwie auch echt genial, was ihr erlebt habt!
Hört sich richtig abenteuerlich an. =)

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